Budget
Das Geschenkbudget fürs ganze Jahr, auf einen Schlag festgelegt
Die Geschenke des Jahres kosten einzeln nie viel. Am Ende überrascht die Summe.
Niemand budgetiert einen Geburtstag zu zwanzig Franken als große Ausgabe. Das Problem kommt beim Zusammenzählen: zwei Kindergeburtstage, eine Hochzeit, Weihnachten, ein Einzug — und plötzlich liegt die Summe weit über dem, was man im Kopf hatte.
Erst die Anlässe auflisten, dann die Beträge
Beginne mit einer einfachen Liste der bekannten Anlässe der nächsten zwölf Monate: nahe Geburtstage, Feiertage am Jahresende, bereits angekündigte Ereignisse wie eine Hochzeit oder eine Geburt. Viele dieser Termine sind weit im Voraus absehbar, was erlaubt, die Ausgabe zu verteilen, statt sie im Dezember auf einmal zu erleiden.
Eine Spanne festlegen, keine feste Summe
Ein fester Betrag pro Person funktioniert selten, weil nicht alle Anlässe gleich viel wert sind: Ein gewöhnlicher Geburtstag und eine Hochzeit rufen nicht dasselbe Budget hervor. Eine Spanne pro Art von Ereignis, mit kühlem Kopf festgelegt, vermeidet, einen Betrag im Affekt oder aus Vergleich mit dem, was andere schenken, zu wählen.
Sich das Recht geben, Nein zu sagen
Nicht jeder Anlass verlangt ein materielles Geschenk. Ein paar Worte, eine Geste, die Anwesenheit reichen manchmal aus, besonders wenn das Jahresbudget schon stark beansprucht ist. Das ist nicht geizig, das ist stimmig mit dem, was man sich am Anfang vorgenommen hat.
Kleine Geschenke über die Zeit verteilen
Ein Geschenk in letzter Minute zu kaufen kostet fast immer mehr als eines, das vorausschauend gekauft wurde, weil die Auswahl kleiner wird und der Druck dazu drängt, das erste verfügbare Ding zu nehmen. Ein im Voraus festgelegtes Budget erlaubt, den richtigen Moment abzuwarten, statt die Dringlichkeit zu erleiden — ein bisschen wie man den Doppelkauf vermeidet, indem man sich zu mehreren früh abstimmt.
Das Budget einmal im Jahr überprüfen, nicht öfter
Ein Geschenkbudget muss nicht bei jedem Anlass neu berechnet werden. Einmal festgelegt, hält es meist das ganze Jahr, außer bei einer wichtigen Veränderung im Freundes- und Familienkreis, einer unterwegs angekündigten Hochzeit, einem Umzug, der einen Einzug zur Liste hinzufügt. Es an einem festen Zeitpunkt wieder aufzugreifen, zum Beispiel wenn man auf die kommenden Monate schaut, vermeidet sowohl, es ganz zu vergessen, als auch, es bei jedem neuen Anlass endlos neu zu verhandeln. Genau dieser jährliche Rhythmus, mehr als der genaue gewählte Betrag, macht das Budget auf Dauer wirklich nützlich und erspart, jedes Mal neu darüber nachzudenken, wenn ein neuer Anlass unangekündigt im Kalender auftaucht.
Häufige Fragen
Braucht es ein Budget pro Person oder pro Anlass?
Ein Budget pro Art von Anlass ist realistischer, weil der Unterschied zwischen einem gewöhnlichen Geburtstag und einer Hochzeit für eine einzige Zahl pro Person zu groß ist. Passe es danach je nach Nähe zur Person an.
Wie reagiert man, wenn das Budget im Lauf des Jahres überschritten wird?
Am besten stellt man es früh fest und passt die nächsten Anlässe an, statt im gleichen Tempo bis Jahresende weiterzumachen. Eine bescheidene Geste bleibt ein gültiges Geschenk.
Nimmt ein Geschenkbudget die Spontaneität weg?
Nein, es schafft im Gegenteil Raum für spontane Wünsche, weil die vorhersehbaren Ausgaben schon abgedeckt sind. Es ist gerade das fehlende Budget, das oft zur Improvisation in letzter Minute zwingt, nicht umgekehrt.
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